Joerg Ernesti
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Curriculum vitae

Porträt von Dr. Jörg Ernesti

Am 8.9.1966 wurde ich als erstes Kind von Gerhard Ernesti (+1977) und Helga Ernesti in der ostwestfälischen Bischofsstadt Paderborn geboren. Die Familie stammt aus dem benachbarten Städtchen Lichtenau, wo ich auch mit meinen Eltern und meinem zwei Jahre jüngeren Bruder Frank die ersten Lebensjahre verbracht habe. Nach dem Umzug der Familie nach Paderborn habe ich zuerst die dortige Marktschule, dann das altsprachliche Gymnasium Theodorianum besucht, wo ich 1986 die Abiturprüfung abgelegt habe.

Danach habe ich bis zum Vordiplom zwei Jahre Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn studiert. Nach dem Vordiplom habe ich mein Studium, das von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert wurde, an der Universität Wien fortgesetzt. Es folgten acht Studienjahre in Rom, als Seminarist im Collegium Germanicum et Hungaricum, dem deutsch-ungarischen Priesterseminar, und als Student an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Hier konnte ich 1992 das Bakkalaureat in Theologie und nach einem zweijährigen Geschichtsstudium an der Kirchengeschichtlichen Fakultät das Lizentiat erwerben. Das Thema der Lizentiatsarbeit lautete: Das Idealbild des Princeps Christianus.

Während des Lizentiates erfolgten die Diakonenweihe (9.5.1992) und die Priesterweihe (10.10.1993). Inkardiert wurde ich in das Erzbistum Paderborn.

Es schloß sich Ende 1994 das Promotionsstudium in Rom an (Dr. hist. eccl.). Begleitet von meinem Doktorvater, Univ.-Prof. Dr. Bernhard Kriegbaum SJ (seit 1994 in Innsbruck), konnte ich 1997 die Dissertation mit dem Titel: Princeps christianus und Kaiser aller Römer. Theodosius d. Gr. im Lichte zeitgenössischer Quellen einreichen.

Ab Mitte des Jahres 1997 war ich für zwei Jahre Vikar (Kaplan) in Bad Driburg bei Paderborn und gleichzeitig Pfarrvikar in Alhausen. In dieser Zeit habe ich auch an den beiden Gymnasien der Stadt unterrichtet.

1999 habe ich mit der Habilitation an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz begonnen. Das Verfahren wurde mit der Verleihung der venia legendi für das Fach Kirchengeschichte am 31.10.2003 beendet. Das Thema der Habilitationsschrift lautet: Ferdinand von Fürstenberg (1626-1683). Geistiges Profil eines barocken Fürstbischofs. Die fachliche Begleitung lag bei Prof. Dr. Johannes Meier, Universität Mainz.

Ab 1999 war ich daneben mit halber Stelle als Religionslehrer und zusätzlich als Schulseelsorger (Schulpfarrer) am Erzbischöflichen Gymnasium St. Xaver in Bad Driburg tätig. An den Wochenenden habe ich als Subsidiar in verschiedenen Gemeinden Dienst getan (1999/2000 in Altenbeken, 2000-2005 in Verne und Holsen, seit 2005 in Neuenheerse).

2007 erfolgte eine zweite Promotion, die von Prof. Dr. Wolfgang Thönissen, dem Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, betreut wurde ("Ökumene im Dritten Reich", Theol. Fakultät Paderborn).

Meine aktuellen Forschungsprojekte fallen in den Bereich Geschichte der Ökumene und der Konfessionskunde, sind also auf der Grenze zwischen Kirchengeschichte und ökumenischer Theologie anzusiedeln.

An der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen habe ich zum Wintersemester 2007/08 die Nachfolge des Kirchenhistorikers Josef Gelmi angetreten. Daneben war ich 2007-2011 Pfarradministrator der Pfarreien St. Andrä und Afers.

Im Studienjahr 2009/10 war ich als Lehrbeauftragter für Ökumenische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck tätig.

 

Prof. Dr. Dr. habil. Jörg Ernesti, 2012. Alle Rechte vorbehalten.